Dienstag, 11 August 2015 02:00

Keine Elefanten-Show mehr im Circus Knie

Der Circus Knie verzichtet künftig auf die Aufführung der Elefanten im Programm. Dies teilt der Zirkus heute mit.

Weil die Elefantengruppe im Kinderzoo derzeit lediglich noch aus 5 weiblichen Tieren besteht, hat sich der Verwaltungsrat des Circus Knie entschieden, auf die Elefanten-Nummer in der Manege definitiv zu verzichten. Somit sind auch die beiden Elefantenkühe Dehli und Ceylon, die derzeit auf Schweizer Tournee sind, ab 2016 nicht mehr dabei. Es sollen alle Elefanten im Kinderzoo bleiben, um den Bestand zu sichern.

Drei Tiere verstorben

Seit Generationen gehören Asiatische Elefanten zum Bild des Circus Knie und seines Kinderzoos in Rapperswil. In den Sommermonaten Juni und Juli musste die Unternehmung von insgesamt drei alten und kranken Tieren Abschied nehmen, heisst es in der Mitteilung. Nach dem natürlichen Tod von Sumatra, 53 anfangs Juni wurden auch die beiden Asiatischen Elefanten Siri, 52 und Patma, 54 im Kinderzoo von ihren grossen Altersbeschwerden erlöst.

Siri litt an einem stark wuchernden Gebärmutterkrebs, Patma an einem Nierenleiden, die sie zunehmend schwächer machte und das Tiere stark abmagern liess. Die heissen Tage setzten laut Knie den beiden gebrechlichen alten Tieren zusätzlich zu, sodass sich das Unternehmen im Interesse des Tierwohles schweren Herzens entschloss, die beiden Tiere im Beisein eines amtlichen Tierarztes einzuschläfern.

Es wurde nach den beiden Todesfällen eine umfassende Autopsie durchgeführt. Die Untersuchungen bestätigten laut dem Unternehmen die sehr fortgeschrittenen Alterskrankheiten beider Tiere sowie tuberkulöse Veränderungen. Siri und Patma waren seit November 2014 zusammen mit der anfangs Juni verstorbenen Sumatra getrennt von der übrigen Herde gehalten. «Damit erwies sich der in Absprache mit dem Kantonalen Veterinärdienst bereits vor Zooeröffnung getroffene vorsorgliche Entscheid, die drei alten Elefanten Sumatra, Patma und Siri von der gesunden Herde zu trennen und ohne Publikumskontakt zu halten, erneut als vorausschauend und richtig», heisst es in der Mitteilung.

Bulle soll für Elefantennachwuchs sorgen

Am 5. August 2015 traf in Rapperswil der Bulle Thisiam ein, der aus dem Zoo von Kattowitz (in Polen) hergebracht wurde. Er wurde im Mai 1998 im Pariser Zoo geboren und nun nach Ansprache und auf Ersuchen des verantwortlichen Europäischen Zuchtbuchführers für Asiatische Elefanten nach Rapperswil in den neu errichteten Bullenstall transportiert. Damit erhält er eine ideale Behausung. Thisiam soll nun in nächster Zeit für Elefantennachwuchs in der Herde des Kinderzoos sorgen.

Der Generationenwechsel im Tierbestand und die neu geschaffene Infrastruktur erlauben es der Unternehmung Knie, das Markenzeichen «Elefant» künftig dem Publikum in der Anlage in Rapperswil zu zeigen. Wie das Rapperswiler Unternehmen schreibt, soll die dortige Elefantenhaltung die Nähe Mensch-Tier noch stärker betonen und das hautnahe Erlebnis zu den Elefanten mit Reiten, Füttern und Beobachten auch künftigen Generationen in einer einmaligen Art ermöglichen. 

Quelle zsz.ch / Bild: Keystone

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